Historisches

Frischer Wind! Stätte für Produktion und Pioniergeist.

Das Areal mit ausschweifendem Blick auf die tosenden Wellen des Rheinfalls und das malerisch auf dem gegenüberliegenden Rheinufer thronende Schloss Laufen fungiert seit Mitte des letzten Jahrhunderts als Industrie- und Gewerbestätte. Seit der Übernahme durch die Schweizerische Industrie-Gesellschaft im Jahre 1835 und der daher stammenden Benennung als SIG-Areal entwickelte es sich bald zu einer industriellen Produktionsstätte von landesweiter Bedeutung.

Als die Vision zur Erschliessung der Schweiz für den öffentlichen Zugverkehr erst im konzeptionellen und planerischen Aufbruch war, strebte die SIG mit ihrer in Neuhausen errichteten Produktionsstätte nach hohem Ziele: der Beteiligung am beginnenden Boom der Eisenbahnindustrie mittels der Fabrikation von Eisenbahnwaggons – und dies zu einer Zeit, in der das Schweizerische Bahnnetz erst beschauliche 23 Kilometer Schienenlänge umfasste. Anhand des besonderen Potentials des Standortes oberhalb des Rheinfalls und der so optimalen Nutzungsmöglichkeit der Wasserkraft des Rheins entwickelte sich das Areal bald zu einem florierenden Standort für Industrie und Pioniergeist.
Noch immer im Zeichen des diesem Ort verhafteten Pioniergeistes initiierte die gemeinnützige Stiftung der SIG im Jahre 2011 ein grossangelegtes, städteplanerisches Transformationsprojekt des Areals in mehreren Entwicklungsetappen.
Die Zeichen des Wandels sind zurzeit vielerorts auf dem Areal zu beobachten: Das graue Antlitz der reinen Industrie- und Gewerbefläche eröffnet einen Blick auf das historisch Gewachsene – das Aufblühen des progressiv angelegten, urbanen Raums eröffnet einen Blick in Zukünftiges. Es entsteht Raum des Potentials zu Inspiration, zu Vernetzung und Interaktion zwischen Kunstschaffenden, Forscher*innen, es entsteht Raum für Kunst, Kultur, Bildung und Forschung – Raum, an Zukunft zu arbeiten, Zukunft auszuloten, Zukunft zu schaffen.